Die kleine Brücke, die zwei benachbarte Stiftleisten-Pins kurzschliesst — und damit in unzähligen Platinen die Betriebsart festlegt. Sie passt auf jede Stiftleiste im Standardraster 2.54 mm, also auf praktisch jedes Entwicklungsboard, jedes Shield und jedes Modul. Gesteckt heisst verbunden, abgezogen heisst offen; dazwischen gibt es nichts. Du wählst die Farbe — und das ist mehr als Geschmack, wenn auf einer Platine mehrere Brücken unterschiedliche Dinge tun.
- 2.54 mmStandardraster, 2 Pins
- 6 Farbenblau, gelb, grün, rot, schwarz, weiss
- offen oder zukein Zwischenzustand
Was die Steckbrücke leistet
- Eine Einstellung ohne Software: Was per Jumper festgelegt ist, steht fest, bevor der erste Befehl läuft. Genau deshalb hängen Startverhalten, Adressen und Freigaben an Brücken und nicht an Konfigurationsdateien — sie wirken schon im Moment des Einschaltens.
- Sichtbar statt verborgen: Man sieht einer Platine an, wie sie eingestellt ist. Bei einem Gerät, das jemand anderes in zwei Jahren in die Hand nimmt, ist das der Unterschied zwischen Verstehen und Raten.
- Farbe als Ordnungssystem: Sechs Farben erlauben es, Funktionen auseinanderzuhalten — rot für die Versorgung, gelb für Adressbits, schwarz für alles Übrige. Auf einer Platine mit fünf Brücken spart das jede Beschriftung.
- Passt überall: 2.54 mm ist das Raster, in dem Stiftleisten, Lochrasterplatinen und Steckbretter gebaut sind. Eine Brücke, die hier passt, passt fast überall.
- Nichts, was kaputtgeht: Kunststoffkappe über einer federnden Metallbuchse, keine Mechanik, kein Verschleissteil. Sie überlebt das Gerät, in dem sie steckt.
Wo sie gebraucht wird
- Startverhalten festlegen: Programmier- oder Laufmodus bei ESP- und Arduino-Boards, Bootquelle bei Einplatinenrechnern.
- I2C-Adresse einstellen: Viele Sensorplatinen lassen ihre Adresse über ein oder zwei Brücken wählen — die Voraussetzung dafür, zwei gleiche Sensoren an einen Bus zu hängen.
- Abschlusswiderstand zuschalten: Bei RS-485 und CAN gehört der Abschluss nur ans Ende des Strangs. Eine Brücke macht aus einem Teilnehmer wahlweise einen mittleren oder einen letzten.
- Versorgungsweg wählen: USB oder externes Netzteil, 3.3 V oder 5 V Logik — bei Modulen mit beiden Optionen entscheidet die Brücke.
- Funktion vorübergehend abschalten: Eine Leuchtdiode, einen Summer oder einen Pull-up aus dem Spiel nehmen, ohne zu löten.
- Prototypen und Fehlersuche: Eine Verbindung versuchsweise auftrennen und wieder schliessen, ohne die Platine zu verändern.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für die Anwendung.
Offen heisst nicht „aus»
Eine Steckbrücke stellt eine Verbindung her oder nicht. Was die Platine daraus macht, ist ihre Sache — und hier liegt der häufigste Denkfehler. Ist die Brücke gesteckt, liegt der Eingang eindeutig auf dem verbundenen Pegel. Ist sie abgezogen, hängt der Eingang in der Luft, sofern die Platine keinen Pull-up- oder Pull-down-Widerstand vorsieht. Ein solcher offener Eingang nimmt keinen definierten Zustand an, sondern folgt Einstreuungen aus der Umgebung.
Gut entworfene Platinen haben diesen Widerstand bestückt, und dann gilt die einfache Regel: gesteckt gleich ein Pegel, offen gleich der andere. Bei einer selbst entworfenen Schaltung ist er dagegen leicht zu vergessen. Wenn ein Jumper mal wirkt und mal nicht, lohnt sich zuerst der Blick darauf, ob dieser Widerstand vorhanden ist — und erst danach der Verdacht auf einen schlechten Kontakt.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Farbe und Hersteller — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Raster | 2.54 mm, passend auf alle Standard-Stiftleisten |
| Pole | 2, verbindet zwei benachbarte Pins |
| Aufbau | Kunststoffkappe über federnder Metallbuchse |
| Farben | blau, gelb, grün, rot, schwarz, weiss — oben wählbar |
Lieferumfang
- 1 × Steckbrücke in der oben gewählten Farbe
Unterstützung bei der Auswahl
Unsicher, welche Pins deiner Platine überbrückt werden müssen? Schick uns ein Foto der Stiftleiste und den Namen des Boards — bei der Zuordnung helfen wir gern.

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