Die Milesight MS-C8172-RFPG1 ist eine Netzwerkkamera in Kuppelbauform mit 4K-Auflösung und motorisch verstellbarem Objektiv. Der Bildausschnitt lässt sich vom Arbeitsplatz aus ändern — vom weiten Überblick über einen Vorplatz bis zum engen Ausschnitt auf ein Tor, ohne dass jemand eine Leiter holt. Ihre eigentliche Stärke liegt im Umgang mit schwierigem Licht: Ein grosser Dynamikumfang hält Gesichter im Gegenlicht erkennbar, und die Infrarotausleuchtung trägt bis fünfzig Meter. Gebaut ist sie für draussen, gegen Wasser und gegen Gewalt.
- 3840 × 21608 Megapixel
- 2.7 … 13.5 mmmotorisch verstellbar
- 120 dBDynamikumfang
- 50 mInfrarotreichweite
- IP67 · IK10−40 … +60 °C
Was die MS-C8172 im Betrieb ausmacht
- Der Ausschnitt wird aus der Ferne gesetzt: Brennweite und Schärfe verstellt ein Motor. Wer nach der Montage feststellt, dass der Ausschnitt zu weit ist, ändert ihn im Browser — bei einer Kamera mit festem Objektiv heisst dasselbe: Hubsteiger bestellen.
- Grosser Dynamikumfang für Türen und Tore: Ein Eingang mit heller Fassade dahinter ist der Klassiker, an dem einfache Kameras scheitern — draussen überstrahlt, drinnen schwarz. 120 Dezibel Unterschied zwischen hellster und dunkelster Stelle verarbeitet diese Kamera in einem Bild.
- Reichweiten sind nach DORI angegeben: Der Hersteller nennt nicht nur „50 Meter Nachtsicht», sondern die vier genormten Distanzen für Erkennen, Beobachten, Wiedererkennen und Identifizieren. Damit lässt sich vor der Montage ausrechnen, was die Kamera an einer bestimmten Stelle tatsächlich leistet — statt es nachher festzustellen.
- Aufzeichnung im Gerät: Eine Speicherkarte bis ein Terabyte nimmt das Bild auf, auch wenn der Rekorder ausfällt oder gar keiner vorhanden ist. Für eine einzelne Kamera an einem abgelegenen Standort spart das die ganze Aufzeichnungstechnik.
- Ein Kabel genügt: Speisung über das Netzwerkkabel nach dem üblichen Verfahren, wahlweise Gleichspannung von 10 bis 28 Volt. Dazu ein Überspannungsschutz von sechs Kilovolt — bei einer Kamera am Mast oder an der Aussenwand kein Zierrat.
- Bildauswertung im Gerät: Linienüberschreitung, Betreten und Verlassen von Bereichen, Herumlungern, Personenzählung und Gesichtserkennung laufen in der Kamera. Der Rekorder bekommt Ereignisse statt Dauerstrom an Bildern, was Bandbreite und Speicher spart.
- Ton und Meldekontakte an Bord: Ein Mikrofon ist eingebaut, dazu ein Audioausgang und Ein- und Ausgänge für Meldungen. Damit lässt sich eine Durchsage auslösen oder ein Tor ansteuern, ohne zusätzliche Technik.
- Offene Schnittstellen: ONVIF in den Profilen G, M, S und T. Die Kamera lässt sich damit in fremde Aufzeichnungssysteme einbinden und ist nicht an die Software des Herstellers gebunden.
- Drei Jahre Garantie: ab Werk, auf Wunsch fünf. Bei einem Gerät, das zehn Jahre an derselben Stelle hängen soll, ist das ein Argument.
Wo sie eingesetzt wird
- Zufahrten und Tore: Der weite Brennweitenbereich deckt Vorplatz und Torbereich ab; der Dynamikumfang macht das Gegenlicht beherrschbar.
- Betriebsgelände und Lagerplätze: Bis fünfzig Meter Infrarotreichweite genügen für die üblichen Hofflächen.
- Eingänge von Gebäuden: Kuppelbauform, unauffällig, schlagfest — an Stellen, an denen eine Kamera auch mal einen Stoss abbekommt.
- Parkierungsanlagen: Wenig Licht, hohe Kontraste, Vandalismus — genau die Kombination, für die diese Bauart gemacht ist.
- Baustellen: Speicherkarte statt Rekorder, Speisung über das Netzwerkkabel, wetterfest bis −40 °C.
- Ergänzung zu einer IoT-Anlage: Wo Sensoren melden, dass etwas passiert ist, zeigt die Kamera, was passiert ist.
- Grosse Rollouts: Bei vielen Standorten zählt, dass sich Ausschnitt und Schärfe aus der Ferne einstellen lassen — das erspart eine zweite Anfahrt je Kamera.
Damit ist die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Montage.
Was die DORI-Angaben bedeuten
DORI ist eine Norm, die vier Aufgaben unterscheidet und für jede eine Mindestauflösung auf das Objekt verlangt: Erkennen, dass jemand da ist; Beobachten, was er tut; Wiedererkennen, ob es eine bekannte Person ist; Identifizieren, wer es ist. Je anspruchsvoller die Aufgabe, desto näher muss die Person sein — bei gleicher Kamera und gleicher Brennweite.
| Distanzen laut Hersteller, je nach Brennweite | |
|---|---|
| Erkennen | 95.7 … 268 m |
| Beobachten | 37.6 … 106 m |
| Wiedererkennen | 18.8 … 52.8 m |
| Identifizieren | 9.5 … 26.4 m |
Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: Der jeweils kleinere Wert gilt bei weitem Bildwinkel, der grössere bei voller Brennweite — und beide gelten nicht gleichzeitig. Wer einen Vorplatz überblicken und Gesichter am Tor identifizieren will, braucht zwei Kameras oder muss sich entscheiden. Der zweite Punkt: Diese Werte gelten bei gutem Licht. Nachts, mit Infrarotausleuchtung und ohne Farbe, sinkt die praktische Reichweite für die anspruchsvollen Aufgaben deutlich — für die Identifizierung einer Person im Dunkeln sind die Zahlen kein Versprechen.
Speisung und Verbrauch
| Leistungsaufnahme | |
|---|---|
| Minimum | 4.4 W über Gleichspannung, 5.5 W über das Netzwerkkabel |
| Mittelwert über 24 Stunden | 5.6 W beziehungsweise 6.9 W |
| Maximum | 9.7 W beziehungsweise 12 W |
Für die Planung heisst das: Ein gewöhnlicher Netzwerkschalter mit Speisung nach 802.3af trägt diese Kamera problemlos, und das Maximum tritt nur bei voller Infrarotleistung auf — also nachts. Wer mehrere Kameras an einem Schalter betreibt, rechnet mit dem Maximum, nicht mit dem Mittelwert; sonst fallen im Winter reihenweise Kameras aus, sobald es früh dunkel wird.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Masse, Gewicht, Temperaturbereich, Marke — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Bild | |
|---|---|
| Bildwandler | 1/2.8 Zoll, progressive Abtastung |
| Auflösung | 3840 × 2160 (8 Megapixel) |
| Objektiv | motorisch 2.7 … 13.5 mm, Blende 1.4 |
| Bildwinkel | horizontal 100.2° bis 30.7° |
| Mindestbeleuchtung | 0.009 lx in Farbe, 0 lx mit Infrarot |
| Dynamikumfang | 120 dB |
| Verschlusszeit | 1/100000 s … 1 s |
| Infrarot | 850 nm, 3 Strahler, bis 50 m, automatisch oder manuell |
| Netzwerk und System | |
| Anschluss | 1 × RJ45, 10/100 Mbit/s |
| Kompatibilität | ONVIF Profile G, M, S und T |
| Aufzeichnung im Gerät | microSD bis 1 TB |
| Ton | Mikrofon eingebaut, 1 Audioausgang |
| Meldungen | Ein- und Ausgang vorhanden |
| Betrieb | |
| Speisung | 802.3af über das Netzwerkkabel oder 10 … 28 V Gleichspannung |
| Überspannungsschutz | 6 kV |
| Betriebstemperatur | −40 … +60 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 0 … 95 % rF, nicht kondensierend |
| Abmessungen | Ø 143 × 108.4 mm |
| Gewicht | 1.3 kg netto, 1.6 kg mit Verpackung |
| Garantie | 3 Jahre, 5 Jahre auf Wunsch |
Unterstützung und Zubehör
Das Datenblatt des Herstellers liegt im Reiter „Dokumente»; es beschreibt die ganze Baureihe, unsere Ausführung steht dort unter der Typenbezeichnung. Welche Brennweite deine Distanz abdeckt und ob eine oder zwei Kameras nötig sind, rechnen wir dir gern anhand der DORI-Werte vor — sag uns, was du sehen willst und wie weit es weg ist. Für Planung mehrerer Standorte, Einbindung in ein bestehendes Aufzeichnungssystem und Inbetriebnahme vor Ort erstellen wir dir ein Angebot.

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