Das RasPiBox Lite bringt einen Raspberry Pi 4 oder 5 auf die Hutschiene, und zwar auf nur vier Teilungseinheiten. Damit passt es in Verteiler, in denen der Platz knapp ist — und die sind die Regel, nicht die Ausnahme. Die fertig bestückte Trägerplatine nimmt den Pi auf einer 40-poligen Buchsenleiste auf, führt die wichtigen Anschlüsse auf beschriftete Lötpads und bringt eine steckbare siebenpolige Schraubklemme mit, von der fünf Kontakte frei belegbar sind. Der eingebaute Schaltregler nimmt 9 bis 35 Volt und liefert 5 Volt bei 4 Ampere — der Pi läuft damit direkt an der 24-Volt-Versorgung des Schaltschranks.
- 4 TEGehäusebreite auf der Normschiene
- 9 bis 35 VEingang, 5 V bei 4 A Ausgang
- Pi 4 und Pi 5je eigene Ausführung
- steckbarKlemmleiste abziehbar
Was dieses Gehäuse ausmacht
- Vier Teilungseinheiten sind der Punkt: Rund sieben Zentimeter Schienenbreite. In einem bestückten Verteiler ist das oft der Unterschied zwischen „passt noch» und „neuer Schrank».
- Steckbare Klemmleiste: Die siebenpolige Klemme lässt sich abziehen. Verdrahtet wird ausserhalb des Schranks, aufgesteckt wird im Schrank — und beim Tausch muss nichts abgeklemmt werden.
- Versorgung aus dem Schaltschrank: 9 bis 35 Volt Eingang, 5 Volt bei 4 Ampere Ausgang. Auch ein Pi 5 unter Last braucht kein eigenes Netzteil.
- Zwei Ausführungen, ein Gedanke: Die Pi-5-Version bringt Lüftungsschlitze und eine Aufnahme für einen aktiven Lüfter mit — der Pi 5 wird deutlich wärmer als sein Vorgänger, und in einem geschlossenen Gehäuse macht sich das bemerkbar.
- Fertig bestückt geliefert: Kein Löten, kein Bausatz.
- GPIO auf beschriftete Lötpads: Wer eigene Schaltungsteile auf die Lochrasterfläche setzt, findet die Signale beschriftet daneben.
- Der Aufbau bleibt zugänglich: Transparente Frontplatte, Speicherkarte und Anschlüsse erreichbar — ein Gerät, das man im Betrieb noch anfassen kann.
Wo es eingesetzt wird
- Nachrüstung in bestehenden Verteilern: Der häufigste Fall — ein paar Teilungseinheiten sind frei, mehr nicht.
- Datenlogger im Feld: Messwerte aufzeichnen und weiterreichen, versorgt aus der vorhandenen 24-Volt-Schiene.
- Kleine Gateways: Ein Protokoll auf ein anderes übersetzen, ohne eigene Schaltschrankfläche dafür zu beanspruchen.
- Gebäudeautomation im Wohnbereich: Home Assistant oder Node-RED in der Unterverteilung statt auf dem Sideboard.
- Prüfaufbauten: Ein fest verbauter Rechner in einem Prüfschrank, mit definierten Klemmen statt fliegender Verkabelung.
- Serienmaschinen: Wo der Pi eine feste Aufgabe hat und der Aufbau reproduzierbar sein muss.
- Bildungs- und Laboreinsatz: Ein Aufbau, der Schaltschrankpraxis zeigt, statt nur Elektronik.
- Mehrere Rechner nebeneinander: Bei vier Teilungseinheiten passen in einen Verteiler mehrere Einheiten — etwa je eine je Anlagenteil.
Lite oder Open V3?
Lite, wenn der Platz zählt und der Pi seine Anschlüsse selbst mitbringt. Vier Teilungseinheiten, fünf freie Klemmkontakte, Lochrasterfläche.
Open V3, wenn ein HAT dazukommt — RS485, M-Bus oder etwas anderes. Der Steckplatz dafür fehlt dem Lite; das ist der wichtigste Unterschied, nicht die Grösse.
Achte auf die richtige Ausführung. Pi 4 und Pi 5 unterscheiden sich in Wärmeabfuhr und Bauform; wir führen beide Ausführungen als eigene Artikel. Die Pi-5-Ausführung hat Lüftungsschlitze und die Lüfteraufnahme.
Der Raspberry Pi ist nicht dabei. Geliefert wird das Gehäuse mit bestückter Trägerplatine.
Was die Normschiene für ein Elektronikprojekt ändert
Ein Steuerungsprojekt endet selten am Steckbrett. Irgendwann soll es in einen Schaltschrank, eine Unterverteilung oder einen Klemmkasten — und dort gilt eine andere Ordnung: Alles sitzt auf einer Hutschiene nach EN 50022, alles ist in Teilungseinheiten von 17.5 Millimetern breit, und alles wird über Klemmen verdrahtet statt über Steckverbinder. Ein Einplatinenrechner mit losen Kabeln ist in dieser Umgebung ein Fremdkörper, den der nächste Elektriker zu Recht beanstandet.
Das RasPiBox Lite löst dieselbe Aufgabe wie sein grosser Bruder, aber auf vier Teilungseinheiten statt neun. Der Raspberry Pi steckt auf einer fertig bestückten Trägerplatine, die Anschlüsse laufen auf eine siebenpolige steckbare Schraubklemme im 3.5-Millimeter-Raster, und eine Lochrasterfläche bleibt für eigene Schaltungsteile. Was fehlt, ist der Steckplatz für einen HAT — dafür passt das Gehäuse dorthin, wo neun Teilungseinheiten nicht mehr frei sind.
Der zweite Punkt ist die Spannung. In einem Schaltschrank liegen 24 Volt Gleichspannung an, nicht 5 Volt über USB. Der eingebaute Schaltregler nimmt 9 bis 35 Volt Gleichspannung auf und liefert 5 Volt bei 4 Ampere und macht daraus die Versorgung für das Rechnermodul — ein separates Steckernetzteil entfällt, und damit auch die Steckdose, die im Schrank oft gar nicht vorgesehen ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Aufbau, der eingebaut werden kann, und einem, der improvisiert wirkt.
Technische Daten
| Gehäusebreite | 4 Teilungseinheiten, für Normschiene nach EN 50022 |
| Frontplatte | transparent |
| Passend für | Raspberry Pi 4 und Raspberry Pi 5 |
| Steckplatz | 40-polige Buchsenleiste für den Pi |
| Klemmen | 7-polige steckbare Schraubklemme, 3.5-mm-Raster, 5 Kontakte frei belegbar |
| Spannungsregler | Schaltregler 5 V / 4 A, Eingang 9 bis 35 V DC |
| Lochrasterfläche | ja, für eigene Schaltungen |
| GPIO | wichtige Anschlüsse auf beschriftete Lötpads geführt |
| Kühlung | Aufnahme für einen aktiven Lüfter und Lüftungsschlitze, nur in der Pi-5-Ausführung |
| Lieferzustand | Platine fertig bestückt, kein Löten nötig |
Aufbau und Montage
Die Platine kommt fertig bestückt, gelötet wird nichts. Der Raspberry Pi wird auf die 40-polige Buchsenleiste gesteckt, der Deckel aufgesetzt. Die siebenpolige Klemmleiste lässt sich abziehen — das ist beim Einbau in einen bestückten Verteiler mehr wert, als es klingt, weil die Verdrahtung ausserhalb des Schranks gemacht und danach aufgesteckt werden kann.
Für die Verdrahtung gilt dieselbe Regel wie bei jeder Schaltschrankinstallation: Die Klemmen nehmen die Leitungen von aussen auf, im Inneren bleibt alles kurz. Nicht benutzte Klemmenöffnungen sind bei Auslieferung mit abbrechbaren Abdeckungen geschützt — sie bleiben drin, wo nichts angeschlossen wird, und werden nur dort entfernt, wo eine Leitung hineingeht. Das ist kein Schönheitsmerkmal: Offene Klemmen in einem Verteiler sind ein Berührungsschutzproblem.
Vor dem endgültigen Einbau lohnt der Blick auf die Wärme. Ein Rechnermodul unter Volllast in einem geschlossenen Kunststoffgehäuse in einem geschlossenen Schaltschrank hat drei Hüllen zwischen sich und der Umgebungsluft. Wer dauerhaft rechnet statt nur zu messen, plant Luft ein — Abstand zu den Nachbargeräten, Lüftungsschlitze im Schrank, im Zweifel ein aktiver Kühler. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Zihatec-Gehäuse im Vergleich
| Gehäuse | Für welches Modul | Breite |
|---|---|---|
| RasPiBox Open V3 | Raspberry Pi 4 und 5, zusätzlich ein HAT | 9 Module |
| RasPiBox Lite | Raspberry Pi 4 und 5 | 4 Module |
| RasPiBox Zero | Raspberry Pi Zero und Zero W | 4 Module |
| RasPiBox Pico | Raspberry Pi Pico | 4 Module |
| ArduiBox Open | Arduino UNO, Nano, Zero und kompatible | 6 Module |
| ArduiBox MKR | Arduino MKR und Portenta H7 | 6 Module |
| ArduiBox ESP | D1 Mini mit ESP8266 oder ESP32 | 4 Module |
| ArduiBox Feather | Feather und Thing Plus | 6 Module |
Passendes Zubehör
- Der Rechner selbst: Ein Raspberry Pi 4 oder 5 gehört nicht zum Lieferumfang.
- Mehr Platz und ein HAT-Steckplatz: Wo die vier Teilungseinheiten zu eng werden, ist das RasPiBox Open V3 die Alternative — neun Teilungseinheiten, zehn Klemmen und ein Steckplatz für einen HAT.
- Schnittstellen für die Anlage: Zihatec baut passend zu den Gehäusen Platinen für RS485, RS422 und M-Bus — alle mit galvanischer Trennung. Damit wird aus dem Gehäuse ein Modbus-Gateway oder ein Zählerauslesegerät.
- Hutschiene und Verteiler: Normschiene nach EN 50022, wie sie in jedem Verteilerkasten sitzt. Das Gehäuse rastet auf, ohne Werkzeug.
Unterstützung bei der Auslegung
Das Datenblatt des Herstellers findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, welches Rechnermodul und welche Schnittstellen im Schrank landen sollen — daraus ergibt sich, welche Gehäusebreite und welche Zusatzplatine passen. Für Auslegung und Vorkonfiguration erstellen wir Dir gern ein Angebot.

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