Die aktive GPS-Antenne für das Kona Mega. Anders als die übrigen Kona-Gateways bringt das Mega überhaupt keine eingebauten Antennen mit — LoRaWAN, Mobilfunk und Satellitenempfang gehen alle nach draussen. Diese flache, runde Antenne mit rund 110 Grad Öffnung zum Himmel liefert dem Gateway die Zeitreferenz und die Position. Beim Neugerät liegt sie bei; einzeln ist sie das Ersatzteil für den Fall, dass ein Blitzschlag, ein Sturm oder eine Baustelle sie erwischt hat. „Aktiv» heisst, dass ein Vorverstärker eingebaut ist, der über das Antennenkabel vom Gateway gespeist wird.
- 1575.42 MHzGPS-L1-Frequenz, ±1.02 MHz
- 110°Öffnungswinkel zum Himmel
- 82 × 98 mmAbmessungen
- aktivmit eingebautem Vorverstärker
Was diese Antenne leistet
- Zeit und Position für das Gateway: Beim Kona Mega dient GPS nicht der Navigation, sondern der genauen Zeitreferenz und der Standortmeldung. Ohne sie fehlt dem Gateway die präzise Uhr, auf der zeitkritische Funktionen aufbauen.
- Aktive Bauform: Ein Vorverstärker direkt in der Antenne hebt das schwache Satellitensignal an, bevor es das Kabel durchläuft. Das ist der Grund, warum eine aktive Antenne auch am Ende eines längeren Kabels noch funktioniert, wo eine passive längst nichts mehr liefert.
- Rechtsdrehend zirkular polarisiert: Die Polarisation, in der GPS-Satelliten senden. Sie sorgt dafür, dass der Empfang unabhängig von der Drehlage der Antenne funktioniert.
- Weite Öffnung nach oben: Rund 110 Grad. Damit werden auch tief stehende Satelliten nahe am Horizont erfasst, was die Positionsbestimmung stabiler macht.
- Flache Bauform: 82 mal 98 Millimeter, waagrecht zu montieren. Sie fällt an einem Mastausleger oder auf einem Flachdach kaum auf.
Wann sie gebraucht wird
- Als Ersatzteil am Kona Mega: Wenn die vorhandene Antenne beschädigt ist oder das Kabel bei Bauarbeiten gekappt wurde.
- Bei einem Standortwechsel: Wenn das Gateway umzieht und die alte Antenne fest verbaut zurückbleibt.
- Nach Blitzschlag oder Überspannung: Die aktive Elektronik in der Antenne ist empfindlicher als ein passives Bauteil und gehört nach einem Ereignis zu den Dingen, die man prüft.
- Bei Vorratshaltung: Für Betreiber mehrerer Mega-Standorte gehört eine Reserveantenne ins Lager — der Ausfall des Zeitsignals ist unangenehmer als der Preis des Bauteils.
Diese Antenne gehört an das Kona Mega — und normalerweise liegt sie bei.
Tektelic führt sie im Auswahlleitfaden ausdrücklich als „Mega only». Beim Neukauf eines Kona Mega ist sie im Karton — dann brauchst du sie hier nicht.
Beim Kona Macro und beim Kona Enterprise sitzt der GPS-Empfänger samt Antenne im Gehäuse. Dort gibt es keinen Anschluss für eine externe GPS-Antenne, und diese hier passt nicht.
Nicht verwechseln: Diese Antenne empfängt nur. Sie ist keine Ortungslösung für Fahrzeuge oder Güter — dafür führen wir GPS-Tracker als eigene Geräte.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Montage und Betrieb.
Warum ein Gateway überhaupt GPS braucht
Bei einem LoRaWAN-Gateway hat der Satellitenempfänger zwei Aufgaben, und die naheliegendere ist die unwichtigere. Die Position meldet das Gateway einmal an den Netzserver, danach ändert sie sich nicht mehr. Entscheidend ist die Zeit: GPS liefert eine Referenz im Nanosekundenbereich, und darauf bauen alle Funktionen auf, die exakte Zeitstempel brauchen — Klasse-B-Betrieb mit synchronisierten Empfangsfenstern und Laufzeitverfahren zur Standortbestimmung von Endgeräten.
Praktisch heisst das: Ein Gateway ohne GPS-Empfang funktioniert für gewöhnliche Klasse-A-Sensoren weiter, verliert aber die Funktionen, die auf synchronisierter Zeit beruhen. Wer nie Klasse B einsetzt und keine Laufzeitortung fährt, merkt einen Antennenausfall unter Umständen lange nicht. Genau deshalb lohnt es sich, den GPS-Status in die Überwachung aufzunehmen, statt darauf zu warten, dass ein Anwender etwas meldet. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Montage
Die GPS-Antenne wird waagrecht montiert, mit freier Sicht nach oben. Anders als die LoRaWAN-Antenne, die senkrecht steht und in die Fläche strahlt, schaut diese in den Himmel. Ein Metalldach direkt darüber, ein Vordach oder eine dichte Baumkrone kosten Satelliten — und je weniger Satelliten sichtbar sind, desto ungenauer wird die Zeitreferenz.
Die Antenne ist aktiv und wird über das Antennenkabel gespeist. Sie darf deshalb nur an einen Anschluss, der diese Speisung liefert — beim Kona Mega ist das der dafür vorgesehene GPS-Anschluss. Ein passiver Splitter oder ein Gleichspannungssperrglied in der Leitung unterbricht die Versorgung und die Antenne bleibt stumm, obwohl mechanisch alles richtig aussieht.
Der Stecker gehört wie bei allen Aussenantennen abgedichtet. Tektelic empfiehlt in den Gateway-Handbüchern ein Abdichtungsband-Set.
Technische Daten
| Empfang | |
|---|---|
| Bauart | aktive GPS-Antenne mit Vorverstärker |
| Frequenz | 1575.42 ± 1.02 MHz (GPS L1) |
| Bandbreite | 3 MHz |
| Polarisation | rechtsdrehend zirkular |
| Öffnungswinkel | 110 ± 10° (halbe Leistung) |
| Mechanik | |
| Abmessungen | 82 mm Länge × 98 mm Breite |
| Montage | waagrecht, freie Sicht nach oben |
| Weiteres | |
| Herstellernummer | T0004536 |
| Passend zu | Kona Mega (laut Hersteller ausschliesslich) |
Welche Kona-Gateways welche Antennen brauchen
| Gateway | LoRaWAN | Mobilfunk | GPS |
|---|---|---|---|
| Kona Mega | extern, zwingend | extern | extern — diese Antenne |
| Kona Macro | extern, zwingend | intern | intern |
| Kona Enterprise | intern, extern möglich | intern, extern möglich | intern |
Unterstützung bei der Auswahl
Ob an deinem Gateway wirklich die Antenne defekt ist oder der Empfang nur durch die Umgebung leidet, lässt sich meist am Satellitenstatus im Gateway ablesen, bevor etwas ersetzt wird. Frag uns danach — das ist eine Frage zum Produkt und kostet nichts.

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