Diese Antenne hat nichts mit LoRaWAN zu tun — sie ist für die Mobilfunkseite der Tektelic-Aussengateways gedacht. Bei den Ausführungen mit eingebautem Modem sitzt die LTE-Antenne normalerweise im Gehäuse. Wo der Mobilfunkempfang am Montageort knapp ist, weil das Gateway in einer Betonnische, unter einem Blechdach oder auf der falschen Gebäudeseite hängt, wird sie über eine N-Buchse nach draussen verlegt. Mit 23 Zentimetern ist sie kurz, deckt aber alle in Europa gebräuchlichen Mobilfunkbänder von 698 MHz bis 2.68 GHz ab.
- 2 dBiAntennengewinn
- 698–2680 MHzzwei Frequenzbereiche
- 230 mmBaulänge
- N-Steckeran die Mobilfunkbuchse am Gateway
Wofür diese Antenne gebaut ist
- Für die Mobilfunkanbindung, nicht für LoRaWAN: Sie gehört an die als Cellular gekennzeichnete N-Buchse. An den LoRa-Anschluss geschraubt funktioniert sie zwar mechanisch, ist aber für 868 MHz nicht ausgelegt und verschlechtert die Funkabdeckung.
- Breitbandig ausgelegt: 698 bis 960 MHz und 1710 bis 2680 MHz. Damit deckt sie die üblichen LTE-Bänder ab, ohne dass man vorher wissen muss, auf welchem Band der Anbieter am Standort funkt.
- Rundstrahlend in beiden Ebenen: Sie muss nicht auf den Mobilfunkmast ausgerichtet werden — ein Vorteil, wenn man gar nicht weiss, wo dieser steht.
- Kurz und unauffällig: 23 Zentimeter. An einer Fassade fällt sie kaum auf und bietet dem Wind wenig Angriffsfläche.
- Mastschellen dabei: Das Befestigungsmaterial liegt bei, sodass sie auch abgesetzt vom Gateway montiert werden kann.
Wann sie gebraucht wird
- Gateway in einer Nische oder unter einem Vordach: Beton und Metall dämpfen den Mobilfunk mehr als das schmalbandige LoRa-Signal. Oft steht das Gateway an einem funktechnisch guten Ort für LoRaWAN und einem schlechten für LTE.
- Randlage im Mobilfunknetz: Am Rand der Abdeckung entscheiden wenige dB darüber, ob die Verbindung stabil bleibt oder ständig neu aufgebaut wird.
- Gateway im Technikschrank: Wenn das Gerät aus baulichen Gründen in einen Metallschrank muss, gehört die Mobilfunkantenne nach draussen.
- Ersatz nach einem Schaden: Bei den LTE-Ausführungen von Kona Mega und Mega Ex liegt diese Antenne der Lieferung bei — als Ersatzteil ist sie hier einzeln erhältlich.
- Umbau auf abgesetzte Montage: Wenn ein bereits installiertes Gateway die Mobilfunkverbindung verliert, weil sich die Umgebung verändert hat, ist der Antennenumbau die kleinste wirksame Massnahme.
Diese Antenne ersetzt keine LoRaWAN-Antenne.
Nimm sie, wenn ein Gateway mit Mobilfunkmodem am Montageort schlechten LTE-Empfang hat.
Nimm sie nicht als externe Antenne für die LoRaWAN-Seite — dafür sind die Ausführungen mit 2.5, 6 oder 8.5 dBi für 860 bis 930 MHz da.
Wichtig: Sobald eine externe Mobilfunkantenne verwendet wird, schreibt Tektelic in den Gateway-Handbüchern einen Überspannungsableiter in der Antennenleitung vor. Der eingebaute Blitzschutz des Gateways deckt den Ethernet- und den LoRa-Anschluss ab, nicht die externe Mobilfunkleitung.
Bevor du sie bestellst: Prüfe erst, ob wirklich der Empfang das Problem ist. Häufig liegt es an der SIM oder am Tarif — das kostet nichts zu prüfen und ist schneller behoben.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Montage.
Warum ein kurzer Rundstrahler hier genügt
Bei Mobilfunk sind die Verhältnisse andere als bei LoRaWAN. Die Basisstation steht meist erhöht und sendet mit erheblicher Leistung; das Gateway muss nicht Kilometer überbrücken, sondern nur die letzten Meter durch Bauwerk und Bewuchs. Deshalb bringt ein hoher Antennengewinn hier weniger als eine Antenne, die am richtigen Ort hängt — draussen statt drinnen, ausserhalb des Metallschranks statt darin.
Die Breitbandigkeit hat einen Preis, der bei 2 dBi sichtbar wird: Eine Antenne, die von 698 MHz bis 2.68 GHz arbeitet, kann in keinem Band so gut sein wie ein auf ein Band abgestimmter Strahler. Für den Zweck ist das richtig herum abgewogen — welches Band der Anbieter am Standort nutzt, wechselt mit der Netzauslastung, und eine Antenne, die nur ein Band beherrscht, wäre nach dem nächsten Netzumbau am falschen Ort. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Montage
Die Antenne wird senkrecht montiert, möglichst frei und mit Sicht in die Richtung, aus der das Mobilfunksignal kommt — falls diese bekannt ist. Da sie rundstrahlend ist, kommt es weniger auf die Richtung als auf die Freiheit von Abschattung an: einen Meter Abstand zu grossen Metallflächen, nicht direkt hinter einer Regenrinne, nicht unter einem Blechdach.
In die Antennenleitung gehört ein Überspannungsableiter. Das ist bei dieser Verbindung keine Empfehlung, sondern eine Vorgabe aus dem Gateway-Handbuch: Der eingebaute Schutz erfasst den externen Mobilfunkanschluss nicht.
Der N-Stecker gehört abgedichtet — Tektelic empfiehlt ein Abdichtungsband-Set. Und wie bei jeder abgesetzten Antenne gilt: Kabel so kurz wie möglich, denn bei 1.8 GHz und höher wird Kabeldämpfung schnell erheblich.
Technische Daten
| Funk | |
|---|---|
| Bauart | Rundstrahler, Mobilfunk |
| Gewinn | 2 dBi |
| Frequenzbereiche | 698–960 MHz und 1710–2680 MHz |
| Abstrahlung | rundum gleichmässig in beiden Ebenen |
| Mechanik | |
| Baulänge | 230 mm |
| Anschluss | N-Stecker |
| Befestigung | Mastmaterial im Lieferumfang |
| Weiteres | |
| Herstellernummer | T0005195 |
An welchen Geräten sie sitzt
| Gateway | Rolle dieser Antenne |
|---|---|
| Kona Enterprise mit LTE | optional, wenn der interne Empfang nicht reicht |
| Kona Mega mit LTE | liegt der Lieferung bei; hier als Ersatzteil |
| Kona Mega ATEX mit LTE | liegt der Lieferung bei; hier als Ersatzteil |
| Kona Macro mit LTE | optional |
Unterstützung bei der Auswahl
Ob an deinem Standort wirklich die Antenne das Problem ist, lässt sich oft am Signalpegel im Gateway ablesen, bevor etwas bestellt wird. Frag uns danach — das ist eine Frage zum Produkt und kostet nichts. Für Standortbewertung und Inbetriebnahme vor Ort erstellen wir dir gern ein Angebot.

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