Das Memo dreht die übliche Richtung um: Es misst nichts, sondern zeigt an. Ein E-Ink-Bildschirm von sechs Zoll hängt an der Wand, wird über LoRaWAN mit Inhalten versorgt und braucht dafür weder Stromanschluss noch Netzwerk — vier AA-Zellen tragen es ein Jahr lang. Damit lässt sich beschildern, wo eine Verkabelung nicht in Frage kommt: Raumbelegung vor Sitzungszimmern, Preise im Verkaufsraum, Auftragsdaten an der Maschine, Wegweiser im Gebäude. Bis zu fünfzehn Bildschirme lassen sich hinterlegen, und der Touchscreen erlaubt es, vor Ort zwischen ihnen zu wechseln oder eine Rückmeldung zu geben.
- 6 ZollE-Ink, 1024 × 758 Punkte
- 1 JahrBatterie bei 12 Aktualisierungen täglich
- 15hinterlegbare Bildschirme
- 155 × 110 × 20 mmGehäuse, 340 g mit Zellen
- Touchkapazitiv, mit Frontlicht
Was das Memo ausmacht
- Kein Kabel, nirgends: Weder Strom noch Netzwerk. Das ist der Grund, warum sich damit Stellen beschildern lassen, an denen ein Bildschirm sonst ausscheidet — Mietflächen, denkmalgeschützte Bauten, Zwischenwände.
- E-Ink braucht nur beim Wechsel Strom: Zwischen zwei Aktualisierungen steht das Bild ohne Energieaufwand. Deshalb ein Jahr aus vier Zellen, während ein gewöhnlicher Bildschirm Tage schaffen würde.
- Bei Netzteil dauerhaft ansprechbar: Mit externer Versorgung wechselt das Gerät in den Klasse-C-Betrieb und ist jederzeit aus der Anwendung erreichbar — dann erscheint eine Änderung sofort statt beim nächsten Meldefenster.
- Touchscreen für Rückmeldungen: Nicht nur anzeigen, sondern auch quittieren — Raum belegt melden, Auftrag abhaken, Störung melden.
- Frontlicht: E-Ink braucht Umgebungslicht; das eingebaute Frontlicht macht die Anzeige auch in dunkleren Gängen lesbar.
- Mehrsprachig bis Kyrillisch und Arabisch: Die Zeichensätze reichen über das Lateinische hinaus — relevant für Belegschaften, die nicht alle dieselbe Schrift lesen.
- Batterien wechselbar: Vier AA-Zellen, kein Sonderformat und kein Einschicken.
- Diebstahlsicherung: Wandplatte mit Sicherungsschraube gehört zum Lieferumfang.
Wo das Memo eingesetzt wird
- Raumbeschilderung: Belegung und nächste Reservation vor dem Sitzungszimmer, ohne Kabel in die Wand.
- Preisauszeichnung: Änderungen aus dem System heraus statt von Hand am Regal.
- Auftragsdaten an der Maschine: Aktueller Auftrag, Stückzahl, Rüstzustand — dort, wo gearbeitet wird.
- Wegweiser und Belegungspläne: Inhalte, die sich ändern, ohne dass jemand Schilder tauscht.
- Lagerplatzkennzeichnung: Was liegt hier, und wie viel — aktualisiert aus dem Bestand.
- Baustellen und Wechselflächen: Beschilderung, die mitzieht, wenn sich die Nutzung ändert.
- Grosse Rollouts: Fünfzehn Bildschirme je Gerät und zentrale Verteilung halten den Aufwand flach, wenn hundert Schilder hängen.
Passt das Memo zu deinem Vorhaben?
Es ist richtig, wenn Inhalte sich gelegentlich ändern und keine Verkabelung möglich ist. Für Anzeigen, die sich im Minutentakt ändern, taugt E-Ink nicht — jede Aktualisierung kostet Batterie, und bei 144 Wechseln am Tag sinkt die Laufzeit von einem Jahr auf sechs Monate.
Für Innenräume gebaut. Mit IP30 und einem Betriebsbereich von 5 bis 40 Grad gehört es nicht ins Freie und nicht in ungeheizte Hallen.
Willst du Belegung nicht anzeigen, sondern messen, sind der Vivid v2 oder v3 die passenden Geräte — die beiden lassen sich gut kombinieren: einer erfasst, das Memo zeigt an.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Integration.
Technik im Detail
E-Ink verhält sich anders als ein Bildschirm. Das Bild bleibt ohne Strom stehen, aber jeder Wechsel kostet Energie und dauert spürbar — im Bereich von Sekunden, nicht Millisekunden. Daraus ergibt sich die ganze Auslegung: Wer alle zwei Stunden aktualisiert, kommt ein Jahr weit; wer alle zehn Minuten aktualisiert, ein halbes. Die Zahl der Bildwechsel ist der bestimmende Faktor, nicht das Meldeintervall des Funks.
Die Anzeige hat sechzehn Graustufen und keine Farbe. Für Text, Tabellen und einfache Grafik ist das ausreichend und sogar angenehm zu lesen; farbcodierte Darstellungen funktionieren nicht. Bei der Gestaltung der bis zu fünfzehn Bildschirme lohnt es sich, mit Kontrast und Fläche zu arbeiten statt mit Farbe.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Der Unterschied zwischen Batterie- und Netzbetrieb ist grösser als er klingt. Im Batteriebetrieb arbeitet das Gerät in Klasse A, empfängt also nur kurz nach dem eigenen Senden — eine Änderung erscheint frühestens beim nächsten Meldefenster. Wer erwartet, dass ein Raumschild sofort umspringt, wenn jemand bucht, braucht die externe Versorgung und damit Klasse C. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Laufzeit und Betriebsaufwand
| Stromversorgung | |
|---|---|
| Batterie | 4 × AA Lithium-Eisendisulfid, zusammen 7000 mAh, wechselbar |
| 1 Jahr | bei Meldung alle 2 Stunden und 12 Bildwechseln täglich |
| 6 Monate | bei Meldung alle 10 Minuten und 144 Bildwechseln täglich |
| Extern | PoE oder 5 V über Hohlstecker — dann Klasse-C-Betrieb |
Für die Projektplanung heisst das: Die Zahl der täglichen Bildwechsel bestimmt den Wartungsrhythmus. Bei Raumschildern mit einem Wechsel je Reservation lohnt es sich, vorab zu schätzen, wie oft ein Raum tatsächlich gebucht wird — der Unterschied zwischen zwölf und hundertvierundvierzig Wechseln entscheidet, ob einmal im Jahr oder zweimal Batterien gewechselt werden.
Integration
Das Gerät arbeitet mit LoRaWAN nach Spezifikation 1.0.2, im Batteriebetrieb in Klasse A und mit externer Versorgung in Klasse C. Es lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core.
Die Bildschirme werden nicht als Bilder übertragen, sondern als Inhalte in vorbereitete Vorlagen eingesetzt — das ist der Grund, warum die Datenmenge über LoRaWAN überhaupt beherrschbar bleibt. Die Gestaltung der Vorlagen läuft über ein eigenes Werkzeug des Herstellers, das zusammen mit der Firmware bereitsteht. Für die Planung ist das der aufwendigste Teil: Die Technik steht schnell, die Vorlagen brauchen Zeit.
Technische Daten
| Anzeige | |
|---|---|
| Bildschirm | E-Ink, 122 × 90.5 mm (6 Zoll Diagonale) |
| Auflösung | 1024 × 758 Punkte |
| Darstellung | 16 Graustufen, keine Farbe |
| Bedienung | kapazitiver Touchscreen, Genauigkeit ±5 mm |
| Beleuchtung | Frontlicht |
| Zeichensätze | Latein, Latin-1, Kyrillisch, Arabisch |
| Bildschirme | bis 15 hinterlegbar, mehrsprachig |
| Weiteres | RGB-Leuchtdioden, Beschleunigungssensor, Batterieüberwachung |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A mit Batterie, Klasse C mit externer Versorgung |
| Spezifikation | 1.0.2 |
| Sendeleistung | max. 15 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 155 × 110 × 20 mm |
| Gewicht | 340 g mit Batterien, 280 g ohne |
| Schutzart | IP30, Kunststoffgehäuse, nur für Innenräume |
| Betriebstemperatur | +5 bis +40 °C |
| Lagertemperatur | −25 bis +70 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 % |
| Weiteres | |
| Zulassung | CE (RED), FCC, ISED; IEC 62368-1; RoHS |
| Herstellernummer | MEMOEU868 |
| Herstellungsland | Kanada |
Montage und Inbetriebnahme
Die Wandplatte wird zuerst befestigt, das Gerät aufgesetzt und mit der beiliegenden Sicherungsschraube gesichert — ein T6-Schraubendreher gehört ins Werkzeug. In öffentlich zugänglichen Bereichen ist diese Schraube der einzige Diebstahlschutz.
E-Ink liest sich bei Umgebungslicht am besten; direkte Sonne stört nicht, aber sehr dunkle Gänge machen das Frontlicht nötig, was Batterie kostet. Bei der Montagehöhe gilt dasselbe wie bei jedem Schild: auf Augenhöhe, nicht über der Tür.
Passendes Zubehör
- Gateway: Für innen empfehlen wir das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE.
- Netzteil: 5 V über Hohlstecker, wenn das Gerät dauerhaft ansprechbar sein soll. Ohne externe Versorgung erscheint eine Änderung erst beim nächsten Meldefenster.
- Ersatzbatterien: Vier AA-Zellen im Lithium-Typ. Gewöhnliche Alkali-Zellen halten die Laufzeit nicht.
- Belegungserfassung: Zusammen mit einem Vivid lässt sich anzeigen, was gemessen wurde — der eine erfasst, das Memo zeigt.
Unterstützung bei der Auslegung
Die Vorlagen für die Bildschirme sind der Teil, der Zeit braucht — frag uns früh, wir schauen mit dir an, was sich sinnvoll darstellen lässt. Datenblatt, Handbuch und Kurzanleitung findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Schilder du brauchst: Für Gestaltung der Vorlagen, Funkplanung, Vorkonfiguration und die Anbindung an eure Datenquelle erstellen wir dir gern ein Angebot.

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