Ein Blitzschutz am Antennenanschluss nützt nur so viel wie seine Erdung. Dieses Kabel ist das Stück dazwischen: ein Meter Kupferleitung im Querschnitt 10 AWG, an beiden Enden ein Ringkabelschuh, grün-gelb gekennzeichnet wie jeder Schutzleiter. Es verbindet den Überspannungsableiter am Mast mit dem Erdungspunkt der Anlage. RAKwireless legt es dem eigenen Blitzschutz nicht bei, schreibt aber genau diesen Querschnitt vor — wer ihn unterschreitet, hat zwar einen Ableiter montiert, aber keinen Weg, auf dem der Stossstrom abfliessen kann.
- 10 AWGentspricht rund 5.3 mm² Querschnitt
- 1 mLänge, konfektioniert
- 2 ×Ringkabelschuhe, gepresst
- grün-gelbKennzeichnung als Schutzleiter
Wofür dieses Kabel gemacht ist
- Der vorgeschriebene Querschnitt, fertig konfektioniert: RAKwireless verlangt für die Erdung des Blitzschutzes mindestens 10 AWG in Kupfer. Dieses Kabel erfüllt das ab Werk, mit gepressten Ringkabelschuhen an beiden Enden — kein Krimpen auf dem Mast, kein Zweifel am Übergangswiderstand.
- Ringkabelschuhe statt Gabelschuhe: Ein Ring kann sich unter Vibration nicht von der Schraube lösen. Auf einem Mast, der im Wind arbeitet, ist das der Unterschied zwischen einer Erdung und einer Erdung, die vor zwei Jahren einmal eine war.
- Grün-gelb, und das aus gutem Grund: Die Kennzeichnung ist dem Schutzleiter vorbehalten. Wer später an die Anlage kommt, erkennt die Leitung sofort als das, was sie ist, und klemmt sie nicht versehentlich um.
- Kurz gehalten mit Absicht: Ein Meter reicht vom Ableiter zum nächsten Erdungspunkt am Mast. Je kürzer und gerader die Ableitung, desto geringer ihre Induktivität — und nur eine niederinduktive Verbindung führt einen Blitzstossstrom schnell genug ab.
- Passt zu jedem M6-Erdungsbolzen: Die Ringe sitzen auf den üblichen Erdungsanschlüssen von Masten, Gateway-Gehäusen und Potenzialausgleichsschienen.
Wo es gebraucht wird
- Aussengateways am Mast: Die Standardsituation — Antenne oben, Gateway unten, Ableiter dazwischen, und dieses Kabel führt vom Ableiter auf den Masterdungspunkt.
- Nachrüstung bestehender Standorte: Wo ein Ableiter montiert, aber nie sauber geerdet wurde, ist das Kabel die kleinste Massnahme mit der grössten Wirkung.
- Rollouts über mehrere Standorte: Ein konfektioniertes Kabel je Standort erspart die Diskussion, wer welchen Querschnitt verbaut hat.
- Dachstandorte in Gebäuden mit Blitzschutzanlage: Als Verbindung zum vorhandenen Potenzialausgleich, wenn der Erdungspunkt in Reichweite liegt.
- Ersatzteil im Servicekoffer: Ein korrodierter oder abgerissener Erdungsanschluss fällt meist erst bei der Störungssuche auf — dann ist Ersatz vor Ort Gold wert.
Was dieses Kabel ist — und was nicht.
Es ist die Erdungsleitung des Ableiters, nicht die Blitzschutzanlage des Gebäudes. Es verbindet den Überspannungsableiter mit einem Erdungspunkt, der bereits vorhanden und fachgerecht an den Potenzialausgleich angeschlossen sein muss. Gibt es diesen Punkt nicht, löst das Kabel nichts.
Ein Meter ist die Längenvorgabe, nicht der Anfang einer Verlängerung. Reicht es nicht bis zum Erdungspunkt, gehört dorthin eine eigene Leitung mit mindestens demselben Querschnitt — nicht zwei verbundene Kabel. Jede Klemmstelle ist ein zusätzlicher Übergangswiderstand an der Stelle, an der es darauf ankommt.
Erdung und Potenzialausgleich sind in der Schweiz nicht frei gestaltbar. Die Ausführung richtet sich nach der Niederspannungs-Installationsnorm und gehört in die Hand einer fachkundigen Person; bei Gebäuden mit äusserem Blitzschutz zusätzlich in die Abstimmung mit dem Blitzschutzkonzept. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Hinweis zu verstehen, nicht als normative Auskunft.
RAKwireless nennt Alternativen: 10 AWG in Kupfer, 8 AWG in Aluminium oder 17 AWG als kupferbeschichteter Stahl — oder besser. Dieses Kabel ist die Kupfervariante.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für die Montage.
Warum der Querschnitt und nicht die Länge zählt
Ein Blitzstossstrom ist kurz und steil: Die Normprüfung arbeitet mit einer Welle von 8 Mikrosekunden Anstiegszeit und 20 Mikrosekunden Rückenhalbwertszeit. Für einen so schnellen Impuls ist nicht der ohmsche Widerstand der Leitung massgebend, sondern ihre Induktivität — und die hängt vor allem an der Länge und an der Führung. Deshalb die beiden Regeln, die auf jedem Mast gelten: so kurz wie möglich, und so gerade wie möglich. Eine aufgerollte Reserveschlaufe ist genau das Gegenteil; sie macht aus der Ableitung eine Spule.
Der Querschnitt wiederum entscheidet darüber, ob die Leitung den Energieeintrag übersteht, ohne sich zu verformen oder abzubrennen. 10 AWG entsprechen rund 5.3 mm² — spürbar mehr als die 2.5 oder 4 mm², die in Installationen sonst als „kräftig » gelten. Das ist kein Übermass, sondern die Auslegung auf einen Impuls, der kurz das Tausendfache des Betriebsstroms führt. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Auslegungsberechnung für deine Anlage.
Montage
Der Ableiter wird an seinem metallischen Durchführungsgewinde geerdet — dort sitzt der Erdungsanschluss. Von diesem Punkt führt das Kabel auf dem kürzesten Weg zum Erdungsbolzen des Masts oder zur Potenzialausgleichsschiene. Beide Kontaktflächen vorher metallisch blank machen und nach dem Festziehen gegen Feuchtigkeit schützen; eine korrodierte Schraubverbindung ist elektrisch irgendwann keine mehr.
Nicht aufrollen, nicht in engen Bögen führen, nicht zusammen mit dem Koaxialkabel in dieselbe Schelle zwängen. Wenn die Leitung übrig ist, gehört sie gekürzt und neu konfektioniert — nicht aufgewickelt.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten stehen in der Detailtabelle weiter unten. Hier steht, was es dort nicht als Merkmal gibt.
| Leitung | |
|---|---|
| Querschnitt | 10 AWG, entspricht rund 5.3 mm² |
| Leitermaterial | Kupfer |
| Länge | 1 m, konfektioniert |
| Anschlüsse | beidseitig Ringkabelschuh, gepresst |
| Kennzeichnung | grün-gelb |
| Vorgabe des Herstellers | |
| Zulässige Querschnitte | 10 AWG Kupfer, 8 AWG Aluminium oder 17 AWG kupferbeschichteter Stahl — oder besser |
| Vorgesehener Einsatz | Erdung des Blitzschutzes an N-Typ-Antennenanschlüssen (LoRa, LTE, WiFi, GPS) |
Passend dazu
- Der Ableiter, zu dem es gehört: Der RAK Blitzschutz für N-Typ-Antennenanschlüsse ist das Gerät, das dieses Kabel erdet. Einzeln ergibt beides wenig Sinn.
- Die Antennen, an denen beides sitzt: RAK Fiberglas 3 dBi für breite Abdeckung, RAK Fiberglas 5 dBi, wenn die Reichweite in die Fläche zählt — beide mit N-Anschluss.
- Die zweite Hälfte des Schutzkonzepts: Der Ableiter schützt die Antennenleitung. Für die Netzwerkseite braucht es einen eigenen Schutz, etwa den Ubiquiti ETH-SP-G2 oder den RJ45-Überspannungsschutz für 1000 MBit.
Unterstützung bei der Planung
Ob dein Standort mit diesem einen Meter auskommt und wo der Erdungspunkt sinnvollerweise liegt, schauen wir gern mit dir an — das ist eine Frage zum Produkt und kostet nichts. Für die Planung eines Mastaufbaus, die Abstimmung mit einem bestehenden Blitzschutzkonzept und die Montage vor Ort erstellen wir dir gern ein Angebot.


Avis
Il n’y a pas encore d’avis.