Der SV2 ist der Funkteil einer ferngesteuerten Wasserabsperrung: ein kleines, batteriebetriebenes Gehäuse an der Wand, das über ein Kabel ein Magnet- oder Motorventil öffnet und schliesst und dabei gleich noch den Wasserzähler mitliest. Er ist die zweite Generation des STREGA Smart-Valve Actuators und ersetzt die frühere Aufteilung in Lite- und Full-Ausführungen durch ein einziges Gerät, das beide Ventilbauarten ansteuert — welche angeschlossen ist, wird in der Konfiguration festgelegt. Das Ventil selbst gehört nicht dazu, und genau das ist der Vorteil: Du wählst Nennweite, Werkstoff und Bauart passend zur Leitung und nicht passend zum Funkmodul. Für Installateure besonders praktisch ist die Bluetooth-Verbindung zum Handy, über die sich vor Ort mitlesen lässt, was der Aktor ins LoRaWAN-Netz sendet.
- 10+ Jahremit einer Batterie Typ D
- Magnet- und Motorventilein Gerät für beide Bauarten
- 20 HzImpulseingang für den Wasserzähler
- IP68Gehäuse mit Schutzlack auf der Elektronik
- LoRaWAN 1.0.4Klasse A mit Batterie, Klasse C mit 12 V DC
Was den STREGA SV2 auszeichnet
- Ein Aktor für Magnet- und Motorventile: Die Elektronik treibt ein polwendendes Magnetventil ebenso wie einen motorisierten Kugelhahn mit Endschaltern. Die Bauart wird in der Konfiguration gewählt. Du hältst damit ein Ersatzgerät für alle Absperrstellen eines Projekts am Lager statt zwei.
- Getrennte Bauform: Das Elektronikgehäuse sitzt neben dem Ventil an der Wand, verbunden über ein Kabel durch eine Dichtungsverschraubung. So kommt der Funkteil dorthin, wo der Empfang gut ist, und nicht dorthin, wo zufällig die Leitung liegt — im Schacht, unter der Kellerdecke oder im Verteilerkasten.
- Kabelbruch wird gemeldet: Wird das Kabel zum Ventil durchtrennt oder abgezogen, sendet der Aktor sofort einen Alarm. Eine Absperrung, die unbemerkt nicht mehr schalten kann, ist schlimmer als gar keine — hier fällt es auf, bevor man sie braucht.
- Bluetooth als Diagnosewerkzeug vor Ort: Über das Android-Werkzeug HV-READER schaltest du das Ventil, änderst Einstellungen und siehst live, welche LoRaWAN-Nachrichten der Aktor erzeugt und ob der Join klappt. Die LoRaWAN-Verbindung läuft dabei unabhängig weiter. Bei der Inbetriebnahme spart das die Rückfrage an jemanden, der vor der Netzserver-Konsole sitzt.
- Wasserzähler gleich mit auslesen: Der Impulseingang zählt die Impulse eines Wasserzählers mit Impulsausgang bis 20 Hz. Der Zählerstand kommt mit den periodischen Meldungen oder auf Abruf. Damit wird aus der Absperrung ein Messpunkt, und du kannst nach dem Schliessen prüfen, ob tatsächlich kein Wasser mehr fliesst.
- Zwei Digitaleingänge im Magnetventilbetrieb: Ein Wassermelder oder ein potentialfreier Kontakt lässt sich direkt anschliessen, und der Aktor kann bei einer Zustandsänderung selbständig schliessen — ohne den Umweg über Netzserver und Applikation. Beim Motorventil belegen die beiden Endschalter diese Eingänge.
- Logik im Gerät statt in der Cloud: Zeitpläne, zeitgesteuertes Öffnen, Prepaid-Wasser (Schliessen, wenn ein vorgegebenes Volumen gezählt ist), automatisches Spülen gegen Ablagerungen und beim Motorventil die Teilöffnung zwischen 0 und 100 Prozent laufen im Aktor. Eine Funklücke unterbricht den Bewässerungsplan deshalb nicht.
- Vor Ort bedienbar, ohne das Gehäuse zu öffnen: Ein Magnet an der Markierung schaltet das Ventil um und weckt Bluetooth, ein Taster im Gehäuse tut dasselbe. Wer das nicht will, deaktiviert die Magnetbedienung; dann löst der Magnet nur eine Statusmeldung aus.
- Batterie oder Dauerspeisung: Im Batteriebetrieb arbeitet der SV2 in LoRaWAN-Klasse A und meldet sich in seinem Sendeintervall. Mit externer 12-V-Speisung läuft er in Klasse C, hört ständig zu und schaltet einen Befehl sofort. Eine eingelegte Batterie dient dann als Reserve, und der Umstieg darauf wird per Nachricht gemeldet.
- Eigenes LoRaWAN-Modul mit Microchip SAMR34: STREGA baut das Funkmodul selbst und lässt es für EU868, AS923 und US915 zertifizieren. Der Aktor ist an keine Plattform gebunden — er arbeitet mit jedem LoRaWAN-Netzserver, jedem Gateway und jeder Applikation, die einen Decoder einbinden kann.
Wo der SV2 eingesetzt wird
- Leckageschutz am Hausanschluss: Zusammen mit einem Wassermelder am Digitaleingang schliesst der Aktor selbst, sobald der Melder anspricht — die Meldung an die Verwaltung kommt gleichzeitig, aber die Absperrung wartet nicht auf sie.
- Bewässerung von Grünflächen und Bäumen: Zeitpläne im Gerät, Batteriebetrieb ohne Stromanschluss im Feld, und mit dem Impulseingang die tatsächlich ausgebrachte Wassermenge statt einer Schätzung über die Öffnungszeit.
- Leerstehende Objekte und Zweitwohnungen: Zwischen den Aufenthalten drucklos halten und vor der Anreise per Funk öffnen, ohne dass jemand vorbeigehen muss.
- Baustellen, Märkte und Provisorien: Wasserentnahme zeitlich begrenzen oder mit Prepaid-Volumen freigeben, ohne eine feste Installation zu bauen.
- Brunnen und öffentliche Anlagen: Saisonale Abschaltung nach Kalender, regelmässiges Spülen gegen Stagnation und eine Rückmeldung, wenn jemand das Kabel durchtrennt.
- Fernwärme, Fernkälte und Gebäudetechnik: Kreisläufe gezielt absperren oder bei Motorventilen teilweise drosseln. Hier lohnt sich meist die Dauerspeisung für Klasse C, weil Befehle ohne Verzögerung ankommen.
- Rollouts in der Liegenschaftsverwaltung: Ein Aktortyp für alle Nennweiten und beide Ventilbauarten, Batteriewechsel im Abstand von Jahren und ein Diagnosewerkzeug auf dem Handy des Hauswarts. Der Unterhalt wird damit planbar statt objektweise neu erfunden.
Passt der SV2 zu deinem Vorhaben?
Ja, wenn du ein Ventil per LoRaWAN fernschalten willst, ein LoRaWAN-Netz vorhanden ist oder aufgebaut wird und die Absperrung keine Sekundenreaktion auf einen Befehl aus der Zentrale braucht — oder wenn eine 12-V-Speisung für Klasse C zur Verfügung steht.
Batterie und Ventil sind nicht im Lieferumfang. Der SV2 ist nur der Funkaktor. Du brauchst zusätzlich eine Lithiumbatterie der Bauform D, zum Beispiel die Fanso ER34615M, und ein passendes Ventil, zum Beispiel das Round Star RSZ-20 für DN20. Beides findest du unten unter „Passend dazu » und bestellst es separat. Für Klasse C ist ein 12-V-Netzteil nötig, das ebenfalls nicht beiliegt.
Achte beim eigenen Ventil auf die Spule. Magnetventile müssen polwendend (bistabil) sein, mit 9 oder 12 V DC und einem Spulenwiderstand von mehr als 10 Ohm. Ein gewöhnliches Magnetventil mit Dauerstrom leert die Batterie in kurzer Zeit, und eine niederohmige 6-V-Spule überlastet den Ausgang. Motorventile müssen zu den von STREGA unterstützten Modellen mit Endschaltern passen — frag uns vor der Bestellung, das klären wir als Kaufberatung kostenlos.
Klasse A heisst: Befehle warten auf das nächste Senden. Im Batteriebetrieb hört der Aktor nur kurz nach seinen eigenen Nachrichten zu. Ein Schliessbefehl aus der Zentrale wird darum erst beim nächsten Sendeintervall ausgeführt. Für Leckageschutz ist das kein Problem, wenn der Melder direkt am Digitaleingang hängt; wer dagegen aus der Zentrale sofort schalten muss, plant Klasse C mit Dauerspeisung.
Druck und Medium bestimmt das Ventil, nicht der Aktor. Die Datenblattwerte zu Druck und Medientemperatur gelten für die Ventile von STREGA. Mit einem anderen Ventil gelten dessen Grenzen — beim RSZ-20 zum Beispiel 0.3 bis 8 bar.
Die neue Generation. Der SV2 ist die zweite Generation des STREGA-Aktors. Die frühere Unterscheidung zwischen Lite- und Full-Ausführungen gibt es nicht mehr — ein Gerät deckt Magnet- und Motorventile ab.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung, Integration und Montage.
Wie der SV2 Ventil, Zähler und Netz verbindet

Der Aktor sitzt in der Mitte: Er spricht nach oben LoRaWAN mit dem Gateway und Bluetooth mit dem Handy, und nach unten hängen an ihm über Kabel das Ventil und, falls vorhanden, der Impulsausgang des Wasserzählers. Damit ist der SV2 gleichzeitig Stellglied und Zählerendpunkt — eine Funkadresse, ein Gerät im Netzserver, eine Batterie.
Der Unterschied zwischen den beiden Ventilbauarten ist mehr als eine Konfigurationseinstellung. Ein bistabiles Magnetventil wird mit einem kurzen Stromimpuls umgeschaltet und hält seine Stellung danach ohne Strom; es meldet seine Stellung aber nicht zurück — der Aktor weiss nur, welchen Impuls er zuletzt gesendet hat. Ein Motorventil dreht eine Kugel über einen Getriebemotor und hat zwei Endschalter für ganz offen und ganz geschlossen. Es liefert damit eine echte Stellungsrückmeldung, beherrscht die Teilöffnung und braucht keinen Mindestdifferenzdruck. Dafür belegen die Endschalter die beiden Digitaleingänge.
Ein Punkt, der bei Magnetventilen gern übersehen wird: Vorgesteuerte Ventile, bei STREGA mit «PA» bezeichnet, brauchen laut Hersteller einen Druckunterschied von mindestens 150 mbar zwischen Ein- und Ausgang, um überhaupt zu schalten. An einer Leitung mit sehr geringem Vordruck — Regenwassertank, Schwerkraftzuleitung — schliesst ein solches Ventil nicht zuverlässig. Dort ist ein direkt gesteuertes Magnetventil oder ein Motorventil die richtige Wahl. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Batterie, Speisung und Betriebsaufwand
Im Batteriebetrieb versorgt eine einzelne Lithiumzelle der Bauform D den Aktor und liefert auch die Energie für das Schalten des Ventils. Der Hersteller verlangt eine Zelle mit 3 bis 3.6 V und hoher Impulsbelastbarkeit von 3000 mA, also eine Lithium-Thionylchlorid- oder Lithium-Mangandioxid-Zelle, und nennt mehr als zehn Jahre Laufzeit. Laut Hersteller hängt diese Zahl an zwei Grössen: am Sendeintervall und an der Zahl der Schaltvorgänge pro Tag. Wer täglich mehrmals öffnet und schliesst, plant den Batteriewechsel deshalb besser früher ein als nach dem Datenblattwert — diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis, nicht vom Hersteller.
| Betriebsart | Speisung | Verhalten | Folge für die Planung |
|---|---|---|---|
| LoRaWAN Klasse A | 1 Lithiumbatterie Typ D (nicht im Lieferumfang) | Hört nur kurz nach eigenen Nachrichten auf Befehle | Ein Servicebesuch je Batteriewechsel, Befehle mit Verzögerung bis zum nächsten Senden |
| LoRaWAN Klasse C | Externe 12 V DC, Netzteil der Schutzklasse I, empfohlen mindestens 10 W (nicht im Lieferumfang) | Hört ständig zu, schaltet Befehle sofort; eingelegte Batterie dient als Reserve | Stromanschluss am Montageort nötig, dafür keine Laufzeitfrage |
Zwei Details zur Dauerspeisung, die der Hersteller ausdrücklich nennt: Das Netzteil muss der Schutzklasse I angehören, bei der 0 V intern mit der Erde verbunden ist — mit einem ungeerdeten Steckernetzteil der Schutzklasse II arbeitet der Aktor unzuverlässig. Und der USB-Anschluss im Gehäuse ist nicht zur Speisung gedacht. Fällt das Netz aus, schaltet der Aktor auf die eingelegte Batterie um und meldet das sofort; kommt die Spannung zurück, wechselt er selbständig zurück.
Für die Projektplanung heisst das: Bei batteriebetriebenen Absperrungen, die selten schalten, ist die Batterie kein Kostenfaktor, sondern ein Termin im Wartungsplan. Wer viele Aktoren in einem Gebäude betreibt, profitiert vom Datenblattwert von 128 bis 1000 Aktoren je Gateway — die tatsächliche Zahl hängt vom Sendeintervall und vom Duty Cycle ab, die Gatewaydichte folgt also aus dem Betriebskonzept und nicht aus der Gerätezahl.
Integration in Netzserver und Applikation
Der SV2 ist ein Standard-LoRaWAN-Gerät nach Spezifikation 1.0.4 und lässt sich per OTAA in jedem gängigen Netzserver anmelden. STREGA nennt ausdrücklich ChirpStack, The Things Stack und TTN, Loriot, Actility ThingPark, Kerlink Wanesy, Orbiwise, Tektelic, Orange, Senet und weitere. Für die Applikation stellt der Hersteller einen fertigen JavaScript-Decoder und -Encoder bereit, sodass Statusmeldungen und Befehle nicht von Hand kodiert werden müssen.
Im Uplink stehen Ventilstellung, Batteriezustand, Digitaleingänge, Zählerstand, Funkqualität und beim Motorventil die Endschalterstellung. Per Downlink setzt du Öffnen und Schliessen, Teilöffnung, Sendeintervall, Zeitpläne, Spülintervalle, Zeitsynchronisation, Zählerstand und die Freigabe der Magnetbedienung. Weil die Zeitpläne im Gerät laufen, braucht der Aktor eine korrekte Uhrzeit — die Zeitsynchronisation per Downlink gehört deshalb zur Inbetriebnahme.
Für die Fehlersuche ist die Bluetooth-Verbindung das stärkste Werkzeug: Die App zeigt das Protokoll des Prozessors in Echtzeit, also ob der Aktor einen Join versucht, ob er abgelehnt wird, wie die Batteriespannung steht und ob die Spule angeschlossen ist. Ob ein Problem am Gerät, am Gateway oder an den Schlüsseln im Netzserver liegt, lässt sich damit vor Ort in Minuten eingrenzen. Die App gibt es für Android.
Regionalvarianten
Wir liefern den SV2 für das europäische Frequenzband EU868. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gerne auf Anfrage.
| Variante | Frequenzband | Einsatzgebiet | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| SE2-EU868 | 868 MHz | Schweiz, Europa, Naher Osten | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| SE2-US915 | 915 MHz | Nordamerika | auf Anfrage |
| SE2-AU915 | 915 MHz | Australien, Südamerika | auf Anfrage |
| SE2-AS923 | 923 MHz, Unterbänder 1 bis 4 | Asien, Australien, Neuseeland | auf Anfrage |
Technische Spezifikationen
Allgemeine Geräteangaben — Schutzart, Batterie, Betriebstemperatur, Funkstandard, Geräteklasse und Marke — stehen in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier nur, was dort keinen Platz hat.
| Funk | |
|---|---|
| Funkmodul | eigenes LoRaWAN-Modul auf Basis Microchip SAMR34 |
| Sendeleistung | bis +14 dBm (EU868) |
| Datenrate | 290 bit/s bis 50 kbit/s |
| Reichweite laut Hersteller | über 15 km auf Sicht, über 2 km im städtischen Umfeld, über 22 Stockwerke in Gebäuden |
| Antenne | intern, auf der Platine |
| Verschlüsselung | AES 128 bit |
| Aktoren je Gateway | 128 bis 1000, abhängig vom Duty Cycle |
| Bluetooth | BLE für Einstellungen, Diagnose und Ventilbedienung vor Ort, App für Android |
| Ein- und Ausgänge | |
| Ventilausgang | polwendende Magnetventile 9 oder 12 V DC mit mehr als 10 Ohm Spulenwiderstand oder Motorkugelhahn mit Endschaltern |
| Eingänge mit Magnetventil | 2 Digitaleingänge (potentialfreie Kontakte) und 1 Impulseingang |
| Eingänge mit Motorventil | Endschalter offen und geschlossen sowie 1 Impulseingang |
| Impulszählung | bis 20 Hz, Zählerstand periodisch oder auf Abruf, Zählerstand per Downlink setzbar |
| Teilöffnung | 0 bis 100 Prozent, nur mit Motorventil |
| Abstand Aktor zu Ventil | empfohlen bis 10 m; bei Motorventilen mit der Kondensatorlösung des Herstellers bis 35 m erprobt |
| Manipulationsschutz | Alarmmeldung bei Kabelbruch oder abgezogenem Ventil |
| Bedienung vor Ort | Taster und Magnet |
| Mechanik und Speisung | |
| Bauform | getrennt: Elektronikgehäuse an der Wand, Kabel durch Dichtungsverschraubung zum Ventil |
| Elektronikschutz | Schutzlack, optional Vergussmasse |
| Batterieanforderung | Lithium Typ D, 3 bis 3.6 V, Impulsbelastbarkeit 3000 mA, nicht im Lieferumfang |
| Externe Speisung | 12 V DC für Klasse C, Netzteil der Schutzklasse I, nicht im Lieferumfang |
| Mit STREGA-Ventilen (laut Datenblatt, nicht Teil dieses Artikels) | |
| Nennweiten | Magnetventile DN10 bis DN250, Motorventile DN10 bis DN50 |
| Druck | bis 20 bar, Nenndruck PN20/25 |
| Medientemperatur | -20 bis +100 °C |
| Medien | Flüssigkeiten, Druckluft, ölfreie oder trockene neutrale Gase |
| Gewinde | BSPP (G) oder NPT |
| Kennzeichnung | |
| Zulassungen laut Datenblatt | CE, UL, FCC, NSF61-FDA, RCM, RoHS; NSF61 betrifft die medienberührten Teile der STREGA-Ventile |
Montage und Inbetriebnahme
Erst das Ventil, dann die Elektronik. Die Leitung wird drucklos gemacht und vor dem Einbau gespült — der Hersteller empfiehlt dafür ein Passstück anstelle des Ventils, damit Späne und Dichtmittelreste gar nicht erst in den Ventilsitz gelangen. Vor das Ventil gehört bei unbekannter Wasserqualität ein Schmutzfänger. Gewindedichtmittel nur sparsam und nur auf das Aussengewinde des Rohrs, und die Anschlüsse mit Gefühl anziehen: STREGA nennt 5 bis 7 Nm als Obergrenze. Ein Magnetventil wird in Pfeilrichtung eingebaut, am besten mit der Spule nach oben; ein Motorkugelhahn ist richtungsunabhängig, der Motor sollte aber oben oder seitlich sitzen.
Das Elektronikgehäuse wird an einer tragfähigen Wand befestigt, möglichst hoch und frei von grossen Metallflächen, weil jede Wand und jeder Deckel zwischen Aktor und Gateway Reichweite kostet. In einem Ventilschacht gehört der Aktor unter den Deckel und nicht auf den Boden: Dort sammelt sich Wasser, und IP68 heisst staubdicht und wetterfest, nicht dauerhaft untergetaucht. Eine Kabelschlaufe erlaubt es, den Deckel zu heben, ohne das Kabel abzuziehen.
Die Batterie kommt erst hinein, wenn das Ventil eingebaut ist; die Dichtigkeit nach IP68 gilt nur bei korrekt geschlossenem Gehäuse. Bei einem Motorventil müssen alle fünf Adern angeschlossen sein, bevor der Aktor Strom bekommt — er fährt beim Start einmal ganz auf und ganz zu, um das nötige Drehmoment zu ermitteln. Ein Magnetventil wird beim Start geschlossen. Nach dem Einlegen der Batterie zeigen die LEDs die Startsequenz, nach etwa zehn Sekunden auf EU868 ist der Aktor bereit für den Join. Danach lohnt der Test mit der App: einmal öffnen, einmal schliessen, und dabei im Protokoll prüfen, ob die Nachrichten im Netzserver ankommen.
Zubehör und Alternativen
- Das Ventil für DN20: Das Round Star RSZ-20 ist ein bistabiles Magnetventil aus Messing mit G-3/4-Zoll-Gewinde und 12-V-Spule mit 44 Ohm und erfüllt die Spulenanforderung des SV2.
- Die Batterie: Die Fanso ER34615M ist eine Lithium-Thionylchlorid-Zelle der Bauform D mit 3.6 V. Pro Aktor brauchst du eine.
- Das Gateway: Für die Abdeckung im Gebäude ist unser meistverkauftes Gerät das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE, für aussen und grosse Flächen das WisGate Edge Prime RAK7240CV2.
- Ventilsteuerung mit Solarpanel: Wo kein Batteriewechsel gewünscht ist und Licht hinkommt, ist die Dragino SVC01-LS2 eine Alternative.
- Zwei Ventile an einem Gerät: Die Milesight UC511-DI steuert zwei Magnetventile, etwa zwei Bewässerungsstränge, über eine Funkadresse.
Unterstützung bei der Auslegung
Datenblatt und Montageanleitung liegen im Reiter „Dokumente ». Sag uns, welche Nennweite die Leitung hat, ob ein Wasserzähler mitgelesen werden soll und ob am Montageort Strom vorhanden ist — welches Ventil und welche Batterie dazu passen, beantworten wir als Kaufberatung kostenlos. Für Funkplanung, Vorkonfiguration in Stückzahl, die Einbindung in deine Applikation und die Inbetriebnahme vor Ort erstellen wir dir gern ein Angebot.




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